Film und Psychoanalyse - Themenreihe „Alles was Recht ist“ - Der Totmacher

 

Das ausführliche Programm der aktuellen Themenreihe finden Sie hier.

 

Themenreihe "Alles was Recht ist"

 

Der Totmacher  | D 1995 | R: Romuald Karmakar | B: Romuald Karmakar, Michael Farin| K: Fred Schuler | D: Götz George, Jürgen Hentsch, Pierre Franckh| 110 min |

„Der Totmacher“ gehört zu den eindringlichsten Kammerspielen des deutschen Kinos. In einem nahezu leeren Verhörraum begegnen sich der Serienmörder Fritz Haarmann und der Psychiater Ernst Schultze zu einem Gespräch, das weniger als Kriminalfall, denn als eine Expedition in die Abgründe menschlichen Innenlebens sich entpuppt. Auf Grundlage der authentischen historischen Verhörprotokolle des Kriminalfalles von 1924 entfaltet Romuald Karmakar einen „Dialog“ über Schuld, Begehren, Gewalt und das Wissenwollen um die Abgründe der Persönlichkeit. Haarmann erscheint weder als bloßes Monster noch als einfacher Krankheitsfall, sondern als verstörende Figur zwischen Verführungs- und Nähesehnsucht, Regression in Machtgelüste und deren kompromisslose Realisierung sowie aufscheinende Selbstrechtfertigung. Götz George gelingt dabei - dramaturgisch sekundiert durch sein befragendes Gegenüber - eine sympathetische Darstellung des Sexualverbrechers,  die den Zuschauer in einen Konflikt zwischen Faszination und Abwehr versetzt, zwischen befremdeter Nähe und angst- und ekelbeladener Distanz.

 

Einführung und Diskussion: Irmgard Nagel und Corinna Wernz

 

Zeit & Ort

Datum, Uhrzeit 18.10.2026, 17:00
Veranstaltungsort Filmmuseum München

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Akademie für Psychoanalyse und
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