Film und Psychoanalyse - Themenreihe „Verlangen“ - Intimacy

 

Das ausführliche Programm der aktuellen Themenreihe finden Sie hier.

 

Themenreihe "Verlangen"

 

Intimacy | Frankreich/Großbritannien/Deutschland/Spanien 2001 | R: Patrice Chéreau | D: Patrice Chéreau, Anne-Louise Trividic | K: Eric Gautier | M: Eric Neveu | Mit: Mark Rylance, Kerry Fox, Timothy Spall, Marianne Faithfull | 117 min | OmU |

 

Intimacy, der den Wettbewerb der 51. Berlinale gewann, ist ein Film der buchstäblich unter die Haut geht: Claire sucht jeden Mittwoch den etwas prekär lebenden Barkeeper Jay in seiner Wohnung auf, in der sich die beiden dann ohne viele Worte leidenschaftlich lieben. Sie wissen nichts voneinander, nicht einmal die Vornamen, sind ganz normale Leute mit normalen Körpern, die Bilder vom Sex ungeschönt und freizügig. Die unausgesprochene Verabredung, die der Mann schließlich bricht, und die die intensiven sexuellen Begegnungen möglich macht, lautet, nicht „mehr“ zu wollen, nicht in das Leben des anderen einzudringen. An einem Mittwoch jedoch folgt Jay Claire durch London und zerstört mit seiner angeblich zufälligen Annäherung an Claires Ehemann Andy letztlich die Beziehung. Nicht zufällig ist dieser Andy wenig attraktiv, im Gegensatz zum äußerst männlichen Jay (Mark Rylance). Der Film lotet mit unruhigen, körnigen und realistischen Handkamera-Bildern Fragen von sexueller Anziehung und Liebe, Erotik und Begehren, Verlässlichkeit und Bindung, Vertrauen und Hingabe aus. Ist es nicht einfach normal, sich zu verlieben, wenn die körperliche Anziehung und Befriedigung so stark ist?

 

Sonntag, 19. April 2026, 18.00 Uhr

 

Einführung und Moderation: Eva Friedrich und Katharina Leube

 

Zeit & Ort

Datum, Uhrzeit 19.04.2026, 18:00
Veranstaltungsort Filmmuseum München

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