Sie findet zweimal jährlich an einem Wochenende statt. Die Tagung gliedert sich in Theorie (drei Vorträge mit Diskussion) und Praxis (drei Fallseminare) in Kleingruppen. Die Gruppengröße beträgt maximal 10 Teilnehmer.
Was vermitteln wir?
Wir vermitteln theoretisches Wissen über psychotische Erkrankungen, eine spezifische psychotherapeutische Haltung und spezielle behandlungstechnische Interventionen, die sich in der Behandlung schizophrener, schizoaffektiver und bipolarer Störungen, aber auch bei anderen schweren Störungen als wirksam erwiesen haben.
In den Fallseminaren, die von zwei erfahrenen Psychose-Therapeut*innen geleitet werden, haben Sie die Möglichkeit, in einer wohlwollenden und wertschätzenden Atmosphäre über eigene Behandlungen zu berichten. In einer gemeinsamen Reflexion gelingt es meist, Wege für eine Überwindung von Blockaden oder den Umgang mit Krisen zu erarbeiten.
Wen möchten wir erreichen?
Die Münchner Psychosentagung gibt Einblick in die psychodynamische Psychosentherapie und Themen aus angrenzenden Bereichen. Wir verstehen Psychotherapie als Teil eines Gesamtbehandlungsplans, der sozialpsychiatrische und psychopharmakologische Therapien sowie die Kooperation mit anderen Therapeut*innen und die Einbeziehung von Angehörigen beinhalten kann. Die Münchner Psychosentagung richtet sich deswegen an alle, die mit Patient*innen arbeiten, die unter schweren Störungen, besonders Psychosen, Persönlichkeitsstörungen und Traumafolgestörungen leiden.
Unabhängig vom Setting kommt es in psychotherapeutischen Behandlungen und im sozialpsychiatrischen Bereich mit Menschen, die unter Psychosen leiden, häufig zu relativ spezifischen Problemen.
Psychotisches Funktionieren und Beziehungsmuster, die positive Behandlungsergebnisse erschweren, kommen auch bei Patient*innen mit anderen Störungsbildern vor. Unsere Fortbildung vermittelt ein behandlungstechnisches Know-how, das über starre diagnostische Kriterien hinaus auch für Kollegen und Kolleginnen, die sich nicht explizit mit Psychosen befassen, nützlich sein kann.
Wer kann an der Fortbildung teilnehmen?
Wir freuen uns über Teilnehmer*innen aus allen Berufsgruppen, die im ambulanten oder stationären Bereich Menschen mit Psychosen behandeln: Ärzt*innen, Psycholog*innen, Krankenschwestern und Krankenpfleger, Kunst-, Musik- und Ergotherapeut*innen, Sozialpädagog*innen. Wir setzen, abgesehen vom Praxisbezug, kein spezielles Vorwissen voraus. Die Diversität in Ausbildung und Erfahrung hat sich bei den Fallbesprechungen als fruchtbar erwiesen.
Hinweise zur Anerkennung und Zertifizierung
Die Inhalte beider Veranstaltungen können bei psychoanalytischen Instituten, bei Ärzte- und Psychologen-Kammern angerechnet werden. Außerdem werden die Angebote als Bausteine für das Curriculum des Dachverbands Psychosen-Psychotherapie (DDPP) anerkannt (weitere Informationen dazu finden Sie unter www.ddpp.eu ).
Hier finden Sie das Programm 2026
